rund sechs Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Das ist eine große Zahl, aber noch entscheidender für Sie und Ihr Unternehmen: Die meisten werden zuhause von ihren Angehörigen gepflegt. Also von Menschen, die oft „nebenher“ ganz normal arbeiten. Etwa die Hälfte fühlt sich dadurch körperlich und psychisch hoch belastet.
Es gibt heute fast doppelt so viele Pflegebedürftige wie 2015 und nochmal zwei Millionen mehr bis 2055 – so die Berechnungen. Eine Entwicklung, die nicht spurlos an Ihrem Betrieb vorbeigeht. Wenn Menschen mit Pflegeverantwortung an ihre Grenzen kommen, macht sich das bei der Arbeit durch Ausfälle, Konzentrationsprobleme oder geringere Belastbarkeit bemerkbar. Trotzdem hat das Thema Pflege in vielen Betrieben keinen Platz.
Wie Sie das am besten ändern? Machen Sie den ersten Schritt mit unserer nächsten Digitalen Mittagspause „Arbeit und Pflege – Wie KMU Beschäftigte entlasten können“ am 14. Oktober. Corinna Schwedhelm von Erfolgsfaktor Familie berichtet dort aus ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Unternehmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und hält wertvolle Tipps für Sie bereit.
Erste Vorschläge finden Sie auch in unserem neuen Praxisbeispiel: Der Pharmagroßhändler NOWEDA hatte mit spontanen Krankmeldungen zu kämpfen. Erst nach und nach wurde klar, warum: Beschäftigte sahen darin oft die einzige Möglichkeit, wenn sie kurzfristig bei der Pflege von Angehörigen einspringen mussten. Erst so kam das Thema auf den Tisch und das Unternehmen fand seine Lösung in Pflegelots*innen.
„Niemand muss das Rad neu erfinden“, sagt INQA-Botschafter Franz Donner im Interview. Wichtig sei es, in erster Linie Unterstützung in einer emotional belastenden Zeit anzubieten.
Denn wer Beschäftigte in schwierigen Lebensphasen nicht allein lässt, hält erfahrene Fachkräfte im Betrieb. Darum zahlt sich gute Arbeitskultur aus!
Herzliche Grüße
Ihr INQA-Team