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Liebe Leser*innen,
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sind die Wechseljahre ein Thema in Ihrem Betrieb? Tatsächlich sagen nur wenige Frauen, dass sie bei der Arbeit offen darüber sprechen können. Ist doch Privatsache? Im Gegenteil. Die Wechseljahre fallen in eine Zeit, in der Mitarbeiterinnen über umfangreiche Berufserfahrungen und einen großen Wissensschatz verfügen. Wenn sie dann im Zuge der hormonellen Veränderungen plötzlich mit Beschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Erschöpfung konfrontiert sind, denkt etwa jede dritte Beschäftigte über Arbeitszeitreduzierungen nach, fast jede fünfte über einen früheren Ruhestand. Eine Studie berechnet zudem 40 Millionen Fehltage und einen wirtschaftlichen Schaden von über 9 Milliarden Euro pro Jahr. Damit sind Wechseljahre kein reines Frauenthema, es geht (einmal mehr) um Unternehmenskultur. Über 70 Prozent der befragten Frauen wünschen sich eine wechseljahresfreundliche Arbeitskultur. Das beginnt bei Führungskräften, die das Thema ernst nehmen. Von Informationsangeboten über Ansprechpersonen hin zu konkreten Maßnahmen wie flexiblen Arbeitszeiten, angepassten Pausen oder Rückzugsräumen – es gibt zahlreiche Optionen, Mitarbeiterinnen in diesem Lebensabschnitt zu unterstützen. INQA-Botschafterin Nina Straßner betont: „Es ist letztlich keine Altersfrage, sondern eine Frage guter Arbeitsbedingungen.“ Wie das in der Praxis aussehen kann, haben wir beim Modeunternehmen bonprix nachgefragt: Dort hat das Team aus dem Tabuthema ein deutliches Signal für die Mitarbeiterinnenbindung gemacht. Es zeigt sich beim Thema Wechseljahre wie bei allen anderen: Wer Beschäftigte in ihren unterschiedlichen Phasen des Lebens im Blick hat und unterstützt, hält wertvolle Fachkräfte im Betrieb. Herzliche Grüße Ihr INQA-Team
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